4.09.2012

Ostertage und die SZ

Der Karsamstag brachte eine Süddeutsche Zeitung ins Haus, die bis Dienstag nach Ostern ausreichend Lesestoff bieten musste. So fand ich die Zeit, unbeachtete Artikel der letzten Magazinen zu lesen. In der Wochenendbeilage fand ich eine Geschichte von
Ralf Rothmann, "Abschied von Montparnass". Hätte sie gerne hierher verlinkt, geht aber nicht, da ich sie nicht noch einmal bezahlen möchte. Diese Sätze, die mich am meisten berührten, schreibe ich gerne ab: "Was, zum Teufel, war in sie gefahren? War sie noch bei Trost? Hatte sie es wirklich so nötig? An die vielen einsamen Frauen in der Stunde des Aperitifs musste sie denken, traurige Gestalten, die keiner mehr nach ihrer Biografie fragte und denen man ansah, dass die einzige Zärtlichkeit des Tages die Berührung mit dem Puderpinsel war. Und welche Antwort, wenn überhaupt eine, würde sie einem Kerl geben, der sie derart angemeiert hätte?" Ich erinnere mich selbst daran, dass diese Sätze Ralf Rothmann schrieb, ein Mann. Woher weiß er, wie sich eine Frau fühlt, die einen Mann anspricht?